Liebe Gemeindemitglieder,
etwas mehr als die Hälfte des Jahres 2026 ist nun vorüber. In unserer Kirchengemeinde hat sich viel getan. Im Folgenden wollen wir Ihnen daher einen Überblick über die Arbeit des Kirchengemeinderats geben.
Im Mittelpunkt stand natürlich die Fusion der beiden Kirchengemeinden zum 1. Januar 2026. Dies war und ist für alle Mitglieder des Kirchengemeinderats ein sehr aufregendes, arbeitsreiches und in vielerlei Hinsicht emotional bewegendes „Projekt“.
1. Wir haben als Team zusammengefunden
Oft hört man, dass bei Fusionen das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Teams nicht funktioniert. Und natürlich: unterschiedliche Gemeinden haben unterschiedliche Traditionen, die in einem neuen Team in veränderter Form zusammenfinden müssen. Die beiden Kirchengemeinderäte der früheren Gemeinden hatten jedoch den Vorteil, dass wir uns seit einigen Jahren aus unterschiedlichen Formaten der kirchlichen Zusammenarbeit oder sogar privat gut kannten. Wir können daher mit Fug und Recht behaupten, dass wir als Team seit Anbeginn gut zusammenarbeiten. So konnten wir fast alle Entscheidungen in den letzten Monaten einstimmig treffen. Dies ist gerade in den ersten Monaten ein starkes Signal guter Zusammenarbeit.
Bestärkt wird unser Team durch die große und positive Energie unseres neuen Pastors Tobias Knöller, dessen Freude an der Kirche allgemein und unserer Gemeinde im Besonderen sehr motivierend für alle ist.
2. Wir haben unsere Ziele erarbeitet
Uns allen war klar: die Herausforderungen der Kirche lösen wir nicht durch eine Fusion, sondern durch die Taten, die man in der Folge umsetzt, um eine Gemeinde an die umfassend veränderten Rahmenbedingungen dieser Zeit anzupassen. Wir haben uns tatkräftig an die Arbeit gemacht und Ideen erarbeitet, was wir erreichen wollen und welche Maßnahmen dafür zu treffen sind.
Unsere Ziele waren schnell klar:
Wir wollen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen der Kirche allgemein mit drastisch zurückgehenden Mitgliederzahlen in Deutschland und damit einhergehenden, sinkenden Steuereinnahmen ein vielfältiges, aktives Gemeindeleben in Aumühle und Wohltorf erhalten
Wir wollen die in der Nordkirche anstehenden tiefgreifenden Veränderungsprozesse mitgestalten. Dafür müssen wir selbstständig bleiben. Um selbstständig zu bleiben, müssen wir geordnete Finanzen erhalten, das heißt: wir müssen mit den (abnehmenden) finanziellen Mitteln auskommen, die wir in einem jeweiligen Jahr zur Verfügung haben. Dies bedeutet Verzicht für alle. Das ist unerfreulich, aber Geld auszugeben, dass wir nicht haben, ist für den Kirchengemeinderat keine Option.
Wir wollen langfristig denken. Dies heißt, dass wir unseren Nachfolgern eine bestehende, handlungsfähige Gemeinde übergeben wollen.
3. Wir haben erste Entscheidungen getroffen und diese kommuniziert
Entsprechend dieser Ziele haben wir Ideen entwickelt, wie wir diese erreichen können. In erster Linie haben wir uns darauf konzentriert, ein attraktives Angebot an Gottesdiensten, Konzerten und Jugend- und Seniorenveranstaltungen zu erhalten. Der hohe Zuspruch bei allen Veranstaltungen bestärkt uns in dieser Hinsicht.
Gleichzeitig mussten wir Ausgaben kürzen und müssen das weiterhin tun. Jede dieser Entscheidungen zur Einsparung war und ist für uns so schmerzhaft, wie für viele andere in unserer Gemeinde. Wir haben die Alternativen jedoch über Monate abgewogen und waren der Meinung, dass die gefundenen Entscheidungen die am wenigsten schmerzhaften gewesen sind.
Gleichzeitig haben wir in unzähligen Treffen unsere Entscheidungen und unsere Gründe erläutert und werden dies weiterhin tun. Natürlich erhält man bei Sanierungsbemühungen nicht nur Zuspruch. Die große Zahl der Gemeindemitglieder, die unseren Weg unterstützen und unsere Beweggründe teilen, ermutigen uns jedoch sehr.
4. Wir haben noch viel vor
Dieses aufregende erste Halbjahr soll jedoch erst der Anfang sein. Bei den kirchlichen Veranstaltungen planen wir im kommenden Halbjahr so gut wie alle großen Veranstaltungen, die wir aus den beiden früheren Gemeinden seit jeher kennen. Zudem arbeitet der KGR mit der Kirchenmusik an der Ausweitung des Angebots für Kinder und Jugendliche, u.a. in den Kindergärten und hoffentlich auch für Grundschulkinder.
Besonders stolz sind wir auf eine Gruppe junger Menschen, die mit uns den Kindergottesdienst wieder belebt hat. Dies ist ein wunderbares Zeichen für den geglückten Neuanfang in unsere Gemeinde.
Auch unsere neue moderne Website verdanken wir ehrenamtlichen Engagement. Sie ist einen regelmäßigen Besuch wert.
Auf dem Weg, den Haushalt in Ordnung zu bringen, sind wir in sehr gutem Austausch mit dem Kirchenkreis. Hierbei haben wir verstanden, dass der Kirchenkreis Kirchengemeinden unterstützt, deren Haushalte defizitär sind (sog. Härtefälle) und die sich gleichzeitig engagiert auf den Weg machen, die Haushaltslage zu verbessern. Wir haben in diesen Tagen dem Kirchenkreis schriftlich gebeten, uns aus diesem Sondertopf zu unterstützen. Im besten Fall würde dies 2/3 unseres Fehlbetrags der Jahre 2026 und 2027 decken. Dies wäre ein sehr großer Schritt.
5. Wir brauchen Ihre Unterstützung
Gleichzeitig brauchen wir weiterhin Sie, liebe Gemeindemitglieder
Wir bitten Sie, weiterhin – wie in den letzten Monaten schon- das Gespräch mit uns zu suchen und uns Ihre Rückmeldung zu geben, wenn Sie konkrete, umsetzbare Ideen haben, wie wir unsere Herausforderungen bewältigen können.
Wir profitieren schon heute enorm von ehrenamtlicher Unterstützung. In den letzten Monaten haben wir z.B. den ehrenamtlichen Küsterdienst weiter ausgebaut. Aber wir brauchen jede Unterstützung. Wenn Sie ein wenig Zeit, sei es einmalig, sei es regelmäßig ehrenamtlich arbeiten wollen, dann freuen wir uns über eine Rückmeldung.
Last but not least: in keiner Gemeinde funktioniert etwas in diesen Tagen ohne Spendengelder. Wir bitten daher sehr um Spenden für die unterschiedlichen Aktivitäten, von Musik über Jugend zu Senioren oder Gebäude!
In diesem Sinne wünscht Ihnen der KGR einen sehr schönen, erholsamen Sommer.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen nach dem Sommer.